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Der Erfinder der 5. Dimension
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Der Nobelpreisträger für Physik von 2008 Yoichiro Nambu (geb. 1921) hat seine große Leistung auch im Bereich der Vereinheitlichten Theorien vollbracht. Damit steht er in der langen Reihe der bedeutenden Physiker, die Kaluzas Ideen fortsetzten. Seine Leistung wird auch im vorliegenden Buch behandelt.
«In dem vorliegenden Buch ist es der Autorin gelungen, die beiden konträren Ziele einer Biografie, akribisch die Fakten zusammenzutragen und eine spannende Geschichte zu erzählen, auf das Glücklichste zu vereinen. ... Theodor Kaluza war ein bedeutender Physiker und Mathematiker, dessen Hauptwerk, die Vereinheitlichung von Gravitation und Elektromagnetismus, gerade in den letzten Jahren an Aktualität gewinnt. ... Kaluza erreichte seine Vereinheitlichung durch Beschreibung in einem fünfdimensionalen Raum, wobei die fünfte Dimension zu einem Zylinder »aufgerollt« erscheint – eine bestürzend moderne Idee. ... Daniela Wuensch stellt die fünfdimensionale Theorie sachkundig dar – sie hat schließlich Mathematik und Physik studiert –, und zwar einmal streng formal und dann auch »laienhaft« für diejenigen Leser, die der Mathematik etwas ferner stehen. ... Ich gestehe: Das Buch hat mich begeistert.» Prof. Ulrich Eckhardt, Hamburg, in Spektrum der Wissenschaft 09/2008, S. 104f., lesen Sie die komplette Rezension hier.
«Unglaublich, dass ein wissenschaftshistorisches Werk dermaßen fesseln kann! Drei lange Bahnfahrten und ich hatte das neue Buch von Wuensch 'verschlungen'. Neben einer wunderbar geschriebenen Biographie Kaluzas erläutert die Autorin mit tiefem Sachverstand auch die Theorie der Dimension von der Antike bis hin zu den modernen Theorien der Stringtheorie, die auf den Kaluzaschen Arbeiten beruhen. Um die physikalischen Teile angemessen würdigen zu können, sollte man über ein fundiertes Grundwissen verfügen, aber der Rest des Buches (ca. 2/3) ist für alle geschrieben, die sich für eine bei uns leider weitgehend unbekannte Forscherpersönlichkeit mit philosophischem Weitblick interessieren. ... Der Göttinger Termessos Verlag hat das Buch wunderschön mit gutem Papier, festem Einband und einem Phototeil ausgestattet.» Prof. Dr. Thomas Sonar, bei Amazon 7.6.2007
Bei dem Buch von Frau Wuensch handelt sich um ein Werk, das für jeden Physiker und auch Mathematiker eine lohnende Lektüre darstellt. Es wird sicher ein Standardwerk und gehört in die Reihe von Biographien, die wegweisend sind, wie die Biographie von A. Fölsing über A. Einstein, von R. L. Sime über L. Meitner, N. T. Greenspan über Max Born und D. Cassidy über Werner Heisenberg. ... Ich empfinde es ... als unheimlich spannend zu erfahren, in welches Umfeld das Entstehen wissenschaftlicher Neuerungen 'eingebettet' war. Deshalb ist es für mich ein besonderes Vergnügen, ein so tolles Buch wie das von Frau Wuensch lesen zu können.» Dr. Norbert Holzer, Nürnberg, bei Amazon 15.3.2007
«Die Autorin verhehlt nicht, dass sie für Kaluza grosse Bewunderung empfindet - und das nicht nur seiner wissenschaftlichen Leistungen wegen. Was sie an diesem intellektuell brillanten und dennoch bescheiden gebliebenen Wissenschafter schätzt, ist seine moralische Integrität. Anders als manch einer seiner (berühmteren) Zeitgenossen hielt Kaluza auch während des Dritten Reichs an seinen humanistischen Idealen fest.» Christian Speicher, Neue Zürcher Zeitung vom 6.6.2007
«Es ist das nicht hoch genug einzuschätzende Verdienst von Daniela Wuensch, dass sie Theodor Kaluza eine ausführliche und sehr einfühlsame Biographie gewidmet hat. Dabei beschränkt sie sich bei weitem nicht auf die Arbeit zur fünften Dimension und der Vereinheitlichungsidee, sondern diskutiert auch Kaluzas weitere Forschungs- und Lehrtätigkeit an den Universitäten Königsberg, Kiel und Göttingen.» Prof. Claus Kiefer, Köln, in Physik in unserer Zeit, 5/2007 (38), lesen Sie die Rezension hier S. 255 und S. 256.
«Die Biographie Kaluzas ist eine vorbildliche und ganz hervorragende wissenschaftliche Biographie, verfasst von einer Wissenschaftshistorikerin mit physikalischem Fachwissen. ... Ihre Schilderung des Kaluzaschen Lebens und Wirkens ist anrührend, spannend, fachlich klar, erhellend und beim Lesen ein Genuss. Der Göttinger Termessos Verlag hat den Band hervorragend und liebevoll ausgestattet. Mit einem Satz: Eine Perle der wissenschaftlichen Biographie.» Prof. Thomas Sonar, Braunschweig, in Mathematische Semesterberichte 2007 (54), lesen Sie die Rezension hier S. 255 und S. 256f.
«Ich habe grossen Respekt vor der Schönheit und Kühnheit Ihres Gedankens», schrieb Albert Einstein 1919 begeistert dem Königsberger Privatdozenten Theodor Kaluza. Er hatte Einstein ein Manuskript gesandt, in dem er die Idee entwickelte und mathematisch begründete, dass unser physikalischer Raum fünfdimensional sei. Die Erweiterung des Minkowskischen vierdimensionalen Raums (drei Raum- und eine Zeitdimension) durch eine zusätzliche räumliche Dimension ermöglichte es, die zwei unterschiedlichen Naturkräfte - die Gravitation und den Elektromagnetismus - zu vereinheitlichen. Dass unser physikalischer Raum eine zusätzliche fünfte Dimension haben könnte, erschien den Physikern damals ganz unwahrscheinlich. Inzwischen sind die theoretischen Physiker bei 11 Dimensionen angekommen. Den Experimentalphysikern ist es aber bis heute nicht geglückt, die fünfte Dimension nachzuweisen. Sollten sie Erfolg haben, würde Kaluza zu einem Fixstern der Physik des 20. Jahrhunderts werden. Einstein traf wieder einmal den Punkt: «Ob sich Kaluzas Idee bewähren wird, kann man noch nicht sagen, Genialität wird man ihr zuerkennen müssen.» Theodor Kaluza (1885-1954) hat mit seiner Theorie die moderne Physik tief geprägt. Obwohl er seit 1929 Professor für Mathematik war (in Kiel und Göttingen), gilt er als Vater der modernen Stringtheorien. «Kaluza» ist als bloßer Name den Theoretikern weltweit bekannt, doch über ihn selber weiß man fast gar nichts, worüber sich schon Steven Weinberg wunderte.
Daniela Wuensch schildert allgemeinverständlich und ausführlich aus einer Vielzahl unveröffentlichter und privater Quellen erstmals das Leben dieses sympathischen Mannes. Auch für den fachlich Interessierten enthalten Wuenschs Darlegungen der Theorie Kaluzas und ihrer Geschichte, zumal die Ergebnisse ihrer jüngsten Recherchen über die Geschichte der 4. und 5. Dimension, sehr viel Neues.
* Rezension in: Neue Zürcher Zeitung 6.6.2007
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