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Albrecht von Haller
in Göttingen

Ausstellung in der Paulinerkirche anlässlich des dreihundertsten Geburtstags Albrecht von Hallers

Herausgegeben von Reimer Eck
unter Mitarbeit von Claudia Kroke
und Wolfgang Böker

ISBN 978-3-938016-13-8
Euro 12,80 [D + CH], Euro 13,00 [A], Euro 17,00 [USA und nicht-EU]. Inclusive Porto und Verpackung.

I - IV u. 92 Seiten, 17 x 24 cm, 290 g, Softcover, Cover-Rückseite aufklappbar, incl. 15 sw. Abb. sowie 1 sw. Abb. und 2 Farb-Abb. auf dem Cover. Erschienen am 16. Oktober 2008 in Göttingen.


 

Inhalt:

I   Der junge Haller

Ausbildung und Bildungsreisen
Von Bern nach Göttingen
Eine europäische Bildungsreise
Mediziner, Botaniker, Dichter
Bildnisse und Büsten Hallers
Schlüsseldokumente zur Universitätsgründung

II   Haller in Göttingen

Berufungsverhandlungen und Berufung
Hans-Jürgen Peiper Das Universalgenie Haller als Mediziner
Nicholaas Rupke Haller und Tierversuche
Renato Mazzolini Die Dissertation der Schüler Hallers
Gerhard Wagenitz Haller als Botaniker
Stephan R. Gradstein Haller und der Botanische Garten
Hallers botanische Harzexkursion 1738
Aus Hallers Herbaren
Wilfried Barner Hallers Dichtung
Reimer Eck Musik zur Dichtung und Samen für den Garten
Haller als Rezensent
Theodor Wolpers Haller, das gelehrte Göttingen und Richardsons Clarissa
Reimer Eck Briefe, Bücher, gelehrte Nachrichten
Rudolf Smend Die Gründung der Göttinger Societät der Wissenschaften
Hallers europäisches Korrespondenznetzwerk
Hallers persönliche Schicksale in Göttingen belegt durch zeitgenössische Gelegenheitsdrucke
Reimer Eck Ansichten von Hallers Göttingen
Reimer Eck Haller und die verunglückte Amerikaexpedition des Christoph Mylius

III   Zurück nach Bern

15 Abbildungen S. 80-92


Die Anfänge der Göttinger Universität sind untrennbar mit dem Namen Albrecht von Hallers (1708-1777) verbunden, dessen Geburtstag sich am 16. Oktober 2008 zum 300. Mal jährte. Haller wurde 1736 als Professor nach Göttingen gerufen, und durch seine wissenschaftlichen Leistungen war er ein Garant des bereits früh einsetzenden Ruhmes der erst zwei Jahre zuvor von König Georg II. von Großbritannien als Kurfürst von Hannover gegründeten Hochschule. Göttingen erinnerte deshalb mit einer biographischen Ausstellung an die fast siebzehn Jahre, die Haller als Mediziner, Anatom, Physiologe und Botaniker dort wirkte.

Der Begleitband zu dieser Ausstellung enthält außer Exponatbeschreibungen und -abbildungen insbesondere einleitende Essays zu den Tätigkeitsfeldern Hallers, großenteils verfasst von Mitgliedern der Göttinger Akademie der Wissenschaften (deren erster Präsident Haller war). Beleuchtet werden seine zukunftsweisenden Leistungen als Biowissenschaftler und Wissenschaftsorganisator, aber ebenso die teilweise schwierigen Lebensumstände Hallers in der damals noch provinziellen Kleinstadt Göttingen. Auch ethisch problematische Bereiche seines Forschens (Tierversuche) und gescheiterte Projekte werden thematisiert, sodass ein differenziertes Bild eines großen Wissenschaftlers der 18. Jahrhunderts aus Göttinger Sicht entsteht.


 

Albrecht von Haller

Im Jahr 1736 wurde der erst 28-jährige Haller aus seiner Heimatstadt Bern nach Göttingen berufen. Hier entfaltete er eine bemerkenswerte Produktivität und Aktivität als Universitätslehrer und Wissenschaftsorganisator. Mit hervorragenden Arbeitsmöglichkeiten ausgestattet, betrieb er früh eine moderne, anwendungsbezogene Lehre und Forschung und initiierte die Gründung des Botanischen Gartens wie des Anatomischen Instituts. Besondere Bedeutung hat die auf Hallers Anregung gegründete Akademie der Wissenschaften zu Göttingen erlangt, deren erster Präsident er wurde. Ein persönliches Anliegen des Gelehrten war der Bau einer eigenen Kirche für die Reformierte Gemeinde, der er angehörte. Für die Finanzierung des noch heute genutzten Barockbaus in der Unteren Karspüle warb Haller in ganz Europa um Spenden.

Schon bevor Haller nach Göttingen kam, war er für seine Dichtungen berühmt, und in seiner Göttinger Zeit wurde er zu einem international angesehenen Literaturkritiker, Rezensenten und Sittenrichter. Maßgeblichen Anteil daran hatte Hallers jahrzehntelange Tätigkeit als Redakteur der „Göttingischen Gelehrten Anzeigen“, des seinerzeit führenden deutschen Rezensionsorgans, für das er mehrere tausend Buchbesprechungen verfasste.

Hallers Göttinger Zeit war jedoch auch von der Sehnsucht nach seiner Schweizer Heimat und von tragischen persönlichen Schicksalsschlägen überschattet. Innerhalb von nur fünf Jahren starben hier seine erste und seine zweite Ehefrau sowie mehrere seiner Kinder. 1753 führte die Aussicht auf eine Karriere im Staatsdienst der Stadtrepublik Bern zu Hallers Entschluss, in seine Heimatstadt zurückzukehren. Göttingen blieb der hochgeehrte Gelehrte bis zu seinem Tod als Akademiepräsident und als Mitarbeiter der „Göttingischen Gelehrten Anzeigen“ verbunden.


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